01.09.2014
News

subsTANZ mit MAGNETIC FIELD in der Alten Feuerwache – Premiere: 3.September um 20 Uhr

 


Foto Titelbild: Liviu Stefan

 

subsTANZ mit MAGNETIC FIELD in der Alten Feuerwache

 

 

Im Tanzstück MAGNETIC FIELDS streben die Akteure danach, ihre eigene Traumwelt auszuleben. Dieser Wunsch steht den Erfahrungen menschlicher Logik entgegen: ein Dogma des Surrealismus. Einer nach dem anderen entscheidet sich, der Realität und ihren fordernden Strukturen zu entfliehen. Diese Realität ist ein festes Konstrukt, das die Akteure immer wieder in besondere Bewegungen, Aktionen oder Verhaltensweisen zwingt. So versuchen sie, persönliche Situationen zu ergründen, in denen sie sich selbst spüren, sich lebendig fühlen. Daraus entstehen kreative Momente, die im Gegensatz zu dem festgelegten Arrangement ihrer durchstrukturierten Existenz stehen. Es gelingt jedem, ein kleines, selbst gestaltetes Universum zu entwerfen aber diese individuelle Realitäten überschneiden sich verwirrend. MAGNETIC FIELDS wird somit zum Spiegel der heutigen Gesellschaft mit ihren Anstrengungen, verschiedenste Strukturen persönlicher, ökonomischer und politischer Macht zu bewahren, die eigentlich nur Artefakte sind.

 

Im Tanzstück verwandelt sich die Möglichkeit, ein persönliches Paradies zu verwirklichen, in ein dystopisches Durcheinander. Die Lösung könnte in der Rückkehr zur Realität liegen und darin, alles wieder von vorn zu beginnen, aber diesmal wirklich…

 

Choreographie: Massimo Gerardi/subsTANZ
Musik: Aoi Kita
Fotoinstallationen: Antonio Cordenons
TänzerInnen: Judith State, Ioana Marchidan, Vanda Stefanescu, Mircea Andrei Ghinea

 

-Köln: Alte Feuerwache 3.(Premiere) – 4. – 5. September 2014 jeweils um 20:00
Tickets:
0221-973155-10
www.altefeuerwacheköln.de

 

Info: www.massimo-gerardi-substanz.de

01.09.2014
News

Die Spielzeit der Emanuele Soavi incompany wird mit einem besonderen Ereignis eröffnet: Auftakt für diese mythologische Reise ist PAN/remastered am 12.09. im Kölner Artheater

©Bildautor

 

Spielzeitauftakt mit Mythentrilogie

 

Die Spielzeit der Emanuele Soavi incompany wird mit einem besonderen Ereignis eröffnet. Die Choreographien des Kölners Emanuele Soavi rund um das Thema Mythen werden in einem Großprojekt zusammenfasst, in dem Verführer und Verführte – Tänzer, Schauspieler, Sänger, ein DJ und ein Kammermusikensemble – aufeinanderprallen.

Aufgeteilt auf vier einzelne Events und eine offene Probe wird sowohl dem Kölner als auch dem Duisburger Publikum antiker Stoff in modernem Gewand präsentiert.

 

Auftakt für diese mythologische Reise ist PAN/remastered am 12.09. im Kölner Artheater. Zusammen mit Wolfgang Voigt – Komponist und Gründer des Labels KOMPAKT – sowie dem DJ Stefan Bohne begegnet Emanuele Soavi dem Entertainer und Terroristen PAN in einer ungewöhnlichen Musik-Performance-Session.

 

Am 28.09. findet dann eine offene Probe in den Räumlichkeiten des Cologne Dance Centers statt, um allen Tanzbegeisterten einen sehr persönlichen Einblick in die laufenden Vorbereitungen für das große Finale zu gewähren. Im Rahmen der Kölner Theaternacht erobern die mythologischen Figuren am 02.10. die Bühne der eindrucksvollen Maschinenhalle im Heizkraftwerk, um bereits auf den bevorstehenden Ausnahmeabend im Theater Duisburg am 11.10. vorzubereiten. In einer einzigartigen Kooperation wird dort die gesamte Trilogie – Daedalus//DREAMS, PANsolo, ARIADNEamore – mit musikalischer Begleitung durch die Duisburger Philharmoniker aufgeführt. Das Finale findet dann am 14.10. im einmaligen Ambiente der St. Gertrud Kirche in Köln statt. Dort feiert das gesamte Ensemble gemeinsam mit den Musikern der Duisburger Philharmoniker den Abschluss der Mythentrilogie. Das Publikum taucht mit den Künstlern in die Welt antiker Mythen ein, erlebt Tanzinstallationen und choreographische Miniaturen, Livemusik und Soundexperimente. Erneut steht dabei das persönliche Erleben zwischen Publikum und Künstlern im Vordergrund. Bei Fingerfood und Drinks bleibt viel Raum für persönlichen Austausch.

 

Die einzelnen Teile wurden gefördert von:

Kulturamt Köln, NRW KULTURsekretariat Wuppertal, SK Stiftung Kultur, Kunststiftung NRW, Fonds Darstellende Künste e.V., Botschaft Königreich der Niederlande, Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen.

 

Die Gesamtpräsentation der Trilogie wird gefördert von:

Kulturamt Köln, Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen.

24.08.2014
deutsch: kritiken / interviews, News

VON DEN PUBLIKUMSMASSEN ERDRÜCKT – FREIraum ENSEMBLE MIT DER PREMIERE VON „euphOria“ IM FREISTAAT ODONIEN

©TANZweb klaus dilger

 

VON DEN PUBLIKUMSMASSEN ERDRÜCKT – FREIraum ENSEMBLE MIT DER PREMIERE VON „euphOria“ IM FREISTAAT ODONIEN

 

eine Nach(t)kritik von Klaus Dilger

 

 

Von den Publikumsmassen erdrückt – verletzt wurde niemand, zu Schaden kam die Performance „euphOria“, die am Samstagabend im Freistaat für Kunst und Kultur ODONIEN zur Premiere gelangte!

 

Sehr viel mehr als dieses Fazit liesse sich ohne den Besuch der Generalprobe kaum sagen, denn die wenigsten der geschätzten zweihundert Premierenbesucher dürften auch nur gefühlte dreissig Prozent des Geschehens uneingeschränkt, wenn überhaupt, gesehen haben.

 

 

SITE SPECIFIC PERFORMANCES UND IHRE TÜCKEN UND CHANCEN

Hier kollidieren zum Leidwesen der potentiellen Zuschauer aber auch der Darsteller, ein überaus erfreuliches Publikumsinteresse für eine Tanzperformance an einem aussergewöhnlichen (und ausserordentlich spannenden) Veranstaltungsort und der (fast zwangsläufige) Mangel an Erfahrung , mit dieser Menge selbst ein präzises und gut gestaltetes Bewegungsmanagement zu erarbeiten, das Jedem erlaubt hätte zur Gänze das jeweilige Stück mit zu erleben. Nur so hätte es auch für die Performer selbst gelingen können, den Spannungsbogen der teilweise sehr sehenswerten und in seinen besten Momenten überraschenden Bilder aufrecht zu erhalten.

 

 

Zu diesen Momenten zählte (in der Generalprobe) dieser eigenartige Reigen, zu dessen Beobachtung durch Lücken eines trennenden Zaunes mit entfernt wahrnehmbaren „Panlauten“ gelockt wurde, auf dem Weg zu einer … ja was eigentlich? Einer vermeintlichen Veranstaltungshalle? – Dieser Schreittanz auf einem romantischen Wiesengrund inmitten von Eisenbahnbrücken und Altmetall, erhascht durch Brombeersträucher und viereckigen Maschendrahtzaunöffnungen, liess Wesen erahnen, die kurz zuvor noch entfernt, auf dem Schotterweg im Gegenlicht, als Aliens an einen Steven Spielberg Film erinnerten. Sie waren zu Elfen und Faunen geworden, in deren Treiben man sich verlieren konnte und die am Ende von einer  Exhibitionistenkarrikatur aus dem abendlichen Paradies verscheucht wurden.

 

 

 

Gleich neben dem Zaun öffnen sich grosse, vorher nicht wahrgenommene Durchgänge, die wie in eine Betonwand gesprengt erscheinen und laden ein, den sich nun öffnenden, hinter dem kleinen Vorplatz liegenden Raum mit der grossen Fensterfront zu betreten, der gleichzeitig ebenso heruntergekommen erscheint wie ein  wärmendes Kaminfeuer im Winter versprechend.
Durch einen gleissenden Korridor aus Licht betreten nach und nach, wie auf dem Laufsteg einer Pariser Fashion Show, die „Elfen“ und „Faune“ diesen langen schmalen Raum.
In ihren zuckenden Tanzbewegungen, die sie unaufhaltsam einem uns verborgenen, gegenüberliegenden Raum zuführen, werden sie von anderen Wesen, die an die Serie „Raumpatrouille“ aus den siebziger Jahren erinnern, partiell in feine Folie verpackt. Sie entschwinden nach und nach, während eine wunderschöne Cellistin am Ende des uns vertrauten Raumes mit ihrer Präsenz die Aufmerksamkeit fesselt und die mit ihrem Spiel den Raum erfüllt, in den die Plastikwesen nun langsam wieder zurückkehren und …..

und so weiter und so weiter……….

 

 

Wir wissen es wie gesagt nur aus der Generalprobe, ebenso wie um die skurrilen und teils makabren Szenen, um die „engelsgleichen“ Wesen, um den steten Widerstreit zwischen Apollon  und Dionysos und und und,  und das ist Schade! Auch das haben wir schon gesagt.

 

Dass die Performance (gesehen auf der Generalprobe) neben der Erschaffung wunderschöner und rätselhafter Bilder und Szenen mit einem engagierten, vielköpfigen Ensemble auch Vieles aufzuweisen hat, das weitaus weniger interessant und neu ist, sei hier nicht verschwiegen! Dies wird vor Allem dann besonders deutlich, wenn die Vielschichtigkeit und die Magie des Ortes ODONIEN mit zu viel an Banalem, vielfach Gesehenem und missionarischen Fingerzeigen und Phrasen, wie etwa in den finalen Szenen, vollgestellt wird.
All dies liesse sich noch leicht bearbeiten und vielleicht täte dem noch jungen Ensemble ein erfahrener Choreograph und Dramaturg als Mentor gut.

 

Allen Beteiligten wäre zu wünschen, diese Herausforderungen anzunehmen, ehe die Publikumsmassen wieder in den Freistaat Odonien strömen, um die kommenden Aufführungen am 27./28./29./30.08.2014 jeweils um 20:30 Uhr zu sehen.

 

 

 

Von und mit: Kathrin Blume-Wankelmuth, Marje Hirvonen, Lisa Kirsch, Melanie Müller, Ronja Nadler, Pepi, Lukas Pergrande, Hannah Platzer, Ruben Reniers, Arthur Schopa, Karoline Strys & Nicola Wähner | Musik: Detlef Heidkamp & Raimund Kroboth

 

P.S.: Es ist den Künstler kaum zu verdenken, dass sie kein zahlendes Publikum zurückweisen wollen oder deren Anzahl gerne beschränken, besonders dann nicht, wenn es sich um ein zwölfköpfigen Ensemble und eine Reihe von Technikern handelt, die im Hintergrund wirken, wenn die Fördersummen, die Tanzkünstler als Unterstützung für deren Arbeit erhalten nur als schamlos bezeichnet werden können, gemessen an den Erfordernissen professionellen Arbeitens und des Lebens davon.

 

22.08.2014
News, Videos

euphOria – TEASER from FREIraum ensemble filmed|edited by Frank Erler – PREMIERE: 23.AUGUST; 20:30UHR – FREISTAAT ODONIEN

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euphOria – TEASER

 

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filmed|edited by Frank Erler

Arthur Schopa und Ruben Reniers haben 2013 die Tanzperformance „FREIraum“ produziert und sich nun mit Künstlern aus den Bereichen Tanz, Musik und Schauspiel zu einem Ensemble zusammengefunden.

 

Das FREiraum-Ensemble freut sich, die Tanztheaterproduktion “euphOria” diesjährig mehrmals im ODONIEN zu präsentieren.
Inspiriert von der außergewöhnlichen Spielstätte ODONIEN – Freistaat für Kunst und Kultur in Köln, hinterfragt das Ensemble auf kritische, unterhaltsame und amüsante Weise Themen wie Unterdrückung, Hierarchien, Konsum, Stress und Freiheit.

 

Premiere am 23.08.2014 um 20:30 Uhr
Weitere Vorstellungen am 27./28./29./30.08.2014 jeweils um 20:30 Uhr. Dauer: 90 min. inkl. Pause.

Info: freiraum-ensemble.com

 

Künstlerische Leitung: Ruben Reniers, Arthur Schopa;
Tanz/Schauspiel: Kathrin Blume-Wankelmuth, Marje Hirvonen, Lisa Kirsch, Melanie Müller, Ronja Nadler, Pepi, Lukas Pergrande, Hannah Platzer, Ruben Reniers, Arthur Schopa, Karoline Strys & Nicola Wähner
Musik: Detlef Heidkamp & Raimund Kroboth
Foto: Anna Rehkämper
Teaser / Video / Edit: Frank Erler