DAS ONLINE PORTAL FÜR DEN TANZ IN KREFELD

 

          

HARTMANNMUELLER IM GESPRÄCH - DEMNÄCHST BEI „MOVE! IN TOWN“

Krefeld TANZT zeitgenössisch

FIRST STEPS


Mai und Juni 2016

Kulturzentrum Fabrik Heeder, Virchowstr. 130, 47805 Krefeld, Tel. 02151-862600

DAS GANZE PROGRAMM IN DEN NEWS


Die Mittelzentrenförderung Tanz des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen für das Kulturzentrum Fabrik Heeder ermöglicht es dem Kulturbüro der Stadt Krefeld auch in diesem Jahr – und damit bereits zum dritten Mal –  im Rahmen des Formates FIRST STEPS Produktionen junger Choreographinnen und Choreographen zu präsentieren, ergänzt um eine Einführung und KünstlerInnenTALKs.

Aktuelle Strömungen und Entwicklungen der jungen Tanzszene NRWs werden in dieser spezifischen Reihe vorgestellt.


www.tanzwebkrefeld.de, www.krefeld.de/heeder


Vorverkauf und Kartenreservierung ab 21. April:

Kulturbüro der Stadt Krefeld, Friedrich-Ebert-Straße 42,

47799 Krefeld, Tel. 02151/583611, kultur@krefeld.de


Veranstalter: Kulturbüro der Stadt Krefeld

Gefördert durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen der Mittelzentrenförderung TANZ


Änderungen vorbehalten

FIRST STEPS FESTIVAL  2016 IST ERÖFFNET:

MIRA VIER - „WISH“

SEHENSWERTE BILDER IN EINEM FASZINIERENDEN RAUM!


Kurze Nach(t)besprechung und Überleitung von Klaus Dilger



Mit Spannung erwartet, eröffnete gestern das Festival „FIRST STEPS“ in Krefeld seine diesjährige Ausgabe mit dem Kölner Künstler Kollektiv MIRA.VIER und deren letzter Produktion „WISH“, die im Oktober 2014 Premiere im Künstlerhaus Rhenania in Köln feiern durfte.


MIRA.VIER, das sind die Tänzerin | Choreographin Julia Riera und die Filmemacherin Julia Franken, die sich für ihre Produktionen kongeniale Partner dazuholen, wie etwa die Tänzerin Emily Welther, die in den Filmen zu sehen war und auch für Dramaturgie und Choreographie mitverantwortlich zeichnete, sowie den Komponisten Philip Mancarella.


Für die Wiederaufnahme mehr als eineinhalb Jahre nach der Uraufführung, stand ihnen der grossartig hohe Raum der Fabrik Heeder zur Verfügung, der für derlei Performance | Installation wie gemacht erscheint.


Die Künstler nutzten diese Gelegenheit, um sich des Materials noch einmal neu anzunehmen. Ob die Kürzungen und Veränderungen hierbei ein Glücksgriff waren, muss im Detail nicht weiter beleuchtet werden, denn sie gaben der Neuauflage nicht entscheidend neues Gewicht, Tiefe und Stringenz, deren Fehlen bereits bei der Premierenbesprechung auf TANZweb angemahnt wurden. Schwachpunkte betreffen und betrafen nach wie vor die Choreographie und den Tanz und diese betreffend auch die Dramaturgie.


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©TANZweb.org

 

FALLEN UND GEFALLEN

 

„Carnival of the Body“ von Tim Behren und Florian Patschovsky alias Overhead Project in der Fabrik Heeder in Krefeld

 


NACHTKRITIK von Melanie Suchy (geschrieben anlässlich der Premiere)

 

HIER GEHTS ZUM VIDEO-TRAILER

 

Das Ende kommt plötzlich, und es ist gar kein richtiges Ende, denn der Applaus und die erhobenen Siegerarme und Jubelgesichter der beiden Darsteller gehören ja zum Stück. Ein irritierender Moment, man fühlt sich manipuliert oder, auf neuperformerisch: zur Partizipation animiert. Doch es dauert nur einen kurzen Moment. In diesen paar Sekunden kommt das passgenau zusammen, was  vorher eine Stunde lang in Einzelteile und -szenen zerlegt wurde. Der Showkampf, das Wrestling. WEITERLESEN

 

 

          

FIRST STEPS - MIRA.VIER MIT „WISH“ AM 12.MAI 2016 UM 20 UHR

Inspirieren ohne zu erzählen

Die Japanerin Chikako Kaido bewegt sich in ihrer aktuellen Produktionen auf ästhetischen Pfaden, die Konvention und Tradition hinter sich lassen.


Nachtkritik von Thomas Linden


HIER GEHT ES ZUM VIDEO DER VORSTELLUNG


Es gibt Situationen, in denen wir für einen Moment hinter die Fassade des Regelwerks schauen, das unsere Alltagswelt organisiert. Chikako Kaido, die ihre tänzerische Ausbildung an der Folkwang Universität in Essen erhielt, erlebte einen solchen Moment, als sie im Sommer 2014 in der U-Bahn-Station Azamino in Tokio einen Mann sah, der sich auf allen Vieren bewegte. Fast noch erstaunlicher als die Gestalt muss auf Chikako Kaido die Reaktion der Passanten gewirkt haben, die ihn zwar sahen, aber vollkommen ignorierten. „Dennoch veränderte dieser Mann den Raum“, sagt sie.


An diesem Punkt, der den Common Sense unserer Bewegungsgewohnheiten aufbricht, setzt sie mit ihrer Arbeit ein, wobei die Japanerin in ihrer Produktion „Azamino Tokio“, die sie jetzt in der Krefelder Fabrik Heeder zeigte, die Szene nicht nachspielt, sondern sie fortzuführen scheint. Allerdings sind die Bedingungen verändert, da der Raum nicht öffentlich ist, sondern von einer Tanzbühne ersetzt wird, vor der das Publikum erwartungsvoll der Dinge harrt, die geschehen werden. Eine entscheidende Komponente der Irritation, die im realen Leben möglich ist, entfällt so im Kunstkontext. WEITERLESEN




FIRST STEPS - OVERHEAD PROJECT NACHTKRITIK

FIRST STEPS - OVERHEAD PROJECT NACHTKRITIK

FIRST STEPS - OVERHEAD PROJECT NACHTKRITIK

FIRST STEPS - AZAMINO TOKIO NACHTKRITIK

„...the gravitas of the work itself“


Nightreview by

Aaron Luke Forbes


HIER GEHT ES ZUR DEUTSCHEN FASSUNG

Under the direction of choreographer and dramaturg duo, Banse & Ouwens, four performers – three dancers and a musician – put forth an off-kilter, imagined, fragile world, in which the performers take turns testing their faith in each other/physics/nature. The deeper I go commences with the dancers in a huddle shaking uncontrollably, an act that appears more menacing than usual somatic dance practices on account of psychedelic, hybrid animal masks concealing their identities. Various constellations are experimented with, for example, a dancer bumps about apathetically like a pin ball, or violently tugs at their neighbour’s arm. Stefan Kirchhoff’s pounding electronic soundscape reflects the frustration and exasperation expressed through the choreographic element of these opening moments. As the sound subdues the performers are left breathless and croaking, only to be resurrected without their animal masks, thus revealing a perplexed, enquiring gaze, and a movement quality transposed from a vertigo patient.


Programme notes for The deeper I go inform the spectator that affluent societies are dissipating, leaving “us” to reconceptualise traditional social/political/financial structures. Banse & Ouwens opt to depict a somewhat populist take on the anxiety felt by nondescript common people, drawing inspiration from the angst experienced by some who believe their class is being compromised, and with little imagination one can view this topic of choice in relation to recent global flows of power, finances and people. The alternative to this perspective, namely a celebration of the potential of failed systems, is not explored in the work. WEITERLESEN

©HORST KLEIN

UNDER THE BRIDGE

HARTMANNMUELLER, Düsseldorf


Unter der Schönwasserpark-Brücke der A57,

in Sichtweite der Haltestelle Rembertstraße der Straßenbahnlinie 044.


Freitag, 1. Juli 2016, 20 Uhr

Freitag, 8. Juli 2016, 20 Uhr


Krefeld TANZT zeitgenössisch


In der Outdoor-Performance „Under The Bridge" nimmt das Ensemble HARTMANNMUELLER die Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf eine Reise unter die Krefelder Schönwasserpark-Brücke der Autobahn A57, die zu den stauträchtigsten Autobahnen in Nordrhein-Westfalen gehört. Über die Brücke fahren täglich bis zu 90.000 Fahrzeuge.


Alles ist möglich unter der A57. In direkter Nähe zu Bahngleisen, umringt von Natur und einem Schrebergartengelände, wirft HARTMANNMUELLER Fragen nach dem Umgang mit dieser fremden Umgebung auf. Irritationen werden geschaffen und neue Zusammenhänge erforscht. Überall lauern Überraschungen.


Das Publikum wird Zeuge der Erkundung der Realität unter der Brücke. Zunächst scheint dieser Ort auch für die Künstler unbekannt. Sie müssen sich ihre „Erkenntnis"-Wege erarbeiten, um diese Realität zu verstehen. Durch die Geräuschkulisse der Autobahn und der vorbeifahrenden Züge wird die Performance ein Stück weit auch unvorhersehbar. Thema des Stücks ist die Absurdität.


„Under The Bridge" fordert auf, sich unvoreingenommen auf die Erkundung dieser Welt einzulassen und sich mit ihrer vermeintlichen Wahrheit auseinanderzusetzen. Keine Bühne trennt die Künstler vom Publikum, keine künstliche Distanz mindert die synästhetische Erfahrung der Zuschauenden. Alle Beteiligten werden in einem gemeinsamen Universum vereint, in einer Welt unter einer Autobahnbrücke.


Produktion: HARTMANNMUELLER, Düsseldorf

Konzept, Bühnenbild, Kostüme: HARTMANNMUELLER + Felix Ersig

Performer: Simon Hartmann, Daniel Ernesto Mueller + Felix Ersig

Musik: „A Smooth One" von Benny Goodman in einer Fassung von Buddy Rich.


Eine Produktion im Auftrag des Kulturbüros der Stadt Krefeld.