Krefeld 2018-02-04T14:44:24+00:00
Highlights aus Krefeld

ANMUT UND WÜRDE – Maura Morales – MOVE!

Cooperativa Maura Morales, Düsseldorf                         ANMUT UND WÜRDE 20.10. Samstag ● 20 Uhr ● Studiobühne I - MOVE! Festival in Krefeld Frauen und Männer bewegen und verhalten sich im öffentlichen Raum sehr verschieden, maßgeblich bedingt durch die sozialen Rollen, die jedem Geschlecht in unserer Gesellschaft zugewiesen werden. Passen sich Frauen diesen Rollen nicht an, kann der öffentliche Raum für sie zu einem Ort der Diskriminierung und Gefahr werden. Wie würde ein Raum aussehen, in dem diese Rollen aufgehoben sind? Kann ein öffentlicher Raum „weiblicher“ werden, wenn sich soziale und kulturelle Unterschiede überwinden lassen? Und wie lassen sich diese überwinden? „Anmut und Würde“ wurde im öffentlichen Raum, im Krefelder Schönwasserpark, im Rahmen der Reihe des Kulturbüros „MOVE! in town“ im Juli [...]

Von | 21. September, 2018|

ATLAS 1 // ANY BODY SOUNDS – MOVE! in Krefeld

Emanuele Soavi incompany, Köln ATLAS 1 // ANY BODY SOUNDS 12.10. Freitag ● 20 Uhr ● Studiobühne I                                                                             Direkt im Anschluss an die Premiere im tanzhaus nrw, Düsseldorf, ist "Atlas I // Any Body Sounds" in Krefeld zu sehen – der erste Teil des dritten mehrteiligen Projektes von Emanuele Soavi. ATLAS ist eine Serie choreographischer Spurensuchen, gewidmet dem Körper in Ausnahmesituationen, dem Menschen darin und seiner Geschichte. Die erste Produktion ist Klangexplosion und Körperimprovisation zugleich. Unter dem Stichwort der „Exklusion“ – bezogen auf den permanenten Wechsel zwischen innerer und äußerer Wahrnehmung, einem aktiven Abschalten und Ausblenden von Reizen – erforscht Emanuele Soavi mit der langjährigen Forsythe-Tänzerin und Choreographin Jone San Martin und dem spanischen Soundkünstler Mikel R. Nieto [...]

Von | 21. September, 2018|

SHIVER – Eröffnung des Festivals „MOVE!“ in Krefeld

Cie. Nicole Seiler, Lausanne, Schweiz - SHIVER  Eröffnung des Festivals „MOVE! – 17. Krefelder Tage für modernen Tanz“ 06.10. Samstag ● 20 Uhr ● Studiobühne I                                                                                                                                   Mit „Shiver“ stellt Nicole Seiler die Realität selbst in Frage - mit raffinierten Überlagerungen von Bühnengeschehen und Projektionen, bei denen Körperbilder und Bewegungen in einen neuen Kontext gestellt [...]

Von | 21. September, 2018|

Tanzmesse NRW in der Fabrik Heeder

1. September 16:00 - 17:45 Uhr in der Fabrik Heeder Krefeld Simone Grøtte Company NO FORGOTTEN Choreography: Simone Grøtte FORGOTTEN erforscht mit tänzerischen Mitteln das kollektive und individuelle Gedächtnis des Zweiten Weltkriegs, der Nordnorwegen und seine Einwohner besonders hart traf. Durch Original-Tonaufnahmen, Objekte und Bewegungen versucht die Performance, die geheimnisvolle Natur von Erinnerung, Trauma, Überleben und Hoffnung zu ergründen. Zu verlieren, zu vergessen, zu verdrängen und zu erinnern. Und wieder aufzustehen. Künstlerisches Team: CONCEPT, DIRECTION & CHOREOGRAPHY Simone Grøtte | COMPOSER & SOUND DESIGN Herman Rundberg | SET DESIGN Mari Lotherington | COSTUME DESIGN Else Ciljan Jakobsen, Caroline Evju | LIGHTING DESIGN Tor Ditlevsen | DANCERS Dag Rune Sjøli, Åsne Storli, Hanne Svenning, Karianne Andreassen, Antero Hein | HISTORIC CONSULTANT Arvid Petterson [...]

Von | 7. August, 2018|

Tanzmesse NRW in der Fabrik Heeder

31.August 16:00 - 17:30 Uhr in der Fabrik Heeder Krefeld Cia. Pe Mellado Danza CL La Bailarina Choreography: Paulina Mellado Die Gedichte der chilenischen Literatur-Nobelpreisträgerin Gabriela Mistral inspirierten die Choreografin Paulina Mellado zu La Bailarina. Acht Tänzer*innen, Frauen und Männer, die wie Gabriela Mistral gekleidet sind: in bodenlangen Röcken und karierten Jacketts bewegen sich über Ebenen und Plattformen. Sie verkörpern acht Inkarnationen von Mistral, die uns verschiedene Facetten des weiblichen Körpers wie auch der Dichterin im Speziellen näherbringen. Im Rhythmus eines fesselnden Musikstücks aus digitalen Klängen, dem Geräusch des Wüstenwindes und Stimmen bewegen sie sich zwischen Worten, verbinden Tanz und Poesie. Künstlerisches Team: CHOREOGRAPHER Paulina Mellado | DRAMATURGY Paulina Mellado | DANCERS Macarena Pastor, Marcela Retamales, Camila Jiménez, Gonzalo Venegas, Esteban Cerda, [...]

Von | 7. August, 2018|

Tanzmesse NRW in der Fabrik Heeder

30.August 16:00 - 17:50 Uhr Fabrik Heeder - Krefeld Korea National Contemporary Dance Company KR Immixture Choreography: Sungsoo Ahn In Immixture verschmelzen Melodien und Bewegungen aus Ost und West und schaffen auf diese Weise „sichtbare Musik“. Die Rhythmen der traditionellen koreanischen Musik hallen weit, sie sind suggestiv. Westliche Musik dagegen kennzeichnen kurze, klare Schläge; ihr Herzstück ist die Melodie. Traditioneller koreanischer Tanz feiert die Schönheit von Kurven und innere Kraft, während der westliche Tanz sich extrovertiert, geradlinig und ausdrucksstark zeigt. In zehn Szenen verschmelzen Tanz und Musik aus diesen beiden heterogenen Welten auf der Bühne zu einer performativen Essenz von Koreas Schönheit. Künstlerisches Team: DANCERS Juhee Lee, Hyun Kim, Seoyun Jeong, Minji Kim, Ilyoung Seo | LIGHT DESIGN Keonyoung Kim | TECHNICAL DIRECTOR [...]

Von | 7. August, 2018|

Cooperativa Maura Morales kann überzeugen

Eine eindrucksvolle Open-Air Inszenierung im Schönwasserpark Uraufführung „Anmut und Würde“ in Krefeld Cooperativa Maura Morales choreographiert für die Reihe „MOVE! in town“ und weckt höchste Erwartungen für die Premiere der Theaterversion bei MOVE! im Herbst in der Fabrik Heeder! NACHTKRITIK VON KLAUS DILGER Am Freitag den 13.Juli um 20 Uhr gab es ein Wiedersehen mit der Cooperativa Maura Morales für die Krefelder Tanzliebhaber. Nachdem die kubanische Choreographin, die mit ihrem Partner, dem Komponisten und Musiker Michio Woirgardt in Düsseldorf arbeitet, bereits mit „Sisyphos war eine Frau“ in der Fabrik Heeder Premiere feierte und nicht nur das Publikum begeisterte, erhielt sie nun den Auftrag für eine neue Kreation im Rahmen des Festivals „MOVE!“, die am 20. Oktober auf der Bühne [...]

Von | 17. Juli, 2018|

Uraufführung „Anmut und Würde“ in Krefeld

Cooperativa Maura Morales choreographiert für die Reihe "MOVE! in town" Am Freitag den 13.Juli um 20 Uhr gibt es ein Wiedersehen mit der Cooperativa Maura Morales für die Krefelder Tanzliebhaber. Nachdem die kubanische Choreographin, die mit ihrem Partner, dem Komponisten und Musiker Michio  Woirgardt in Düsseldorf arbeitet, bereits mit „Sisyphos war eine Frau“ in der Fabrik Heeder Premiere feierte und nicht nur das Publikum begeisterte, erhielt sie nun den Auftrag für eine neue Kreation im Rahmen des Festivals „MOVE!“, die am 20. Oktober auf der Bühne des Nordrhein-Westfalen Mittelzentrums für Tanz Premiere feiern wird. Zuvor wird es jedoch unter dem Titel „Anmut und Würde“ als Open-Air Version zu sehen sein. Hierfür haben die Veranstalter Jürgen Sauerland-Freer, Dorothee Monderkamp und [...]

Von | 12. Juli, 2018|

ANMUT UND WÜRDE – Maura Morales

Maura Morales - Uraufführung: Anmut und Würde Cooperativa Maura Morales, Düsseldorf - Die Balance der Geschlechter im öffentlichen Raum Freitag, 13. Juli 2018, 20 Uhr - Samstag, 21. Juli 2018, 20 Uhr Im Rahmen der Reihe MOVE! in town - SCHÖNWASSERPA R K , K R E F E L D Frauen und Männer bewegen sich im öffentlichen Raum sehr verschieden. Diese Unterschiede sind bedingt durch die sozialen Rollen, die jedem Geschlecht in unserer Gesellschaft zugewiesen sind. Es sind hauptsächlich die Frauen, deren Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist. Der öffentliche Raum kann für sie schnell zu einem Ort der Diskriminierung und der Gefahr werden, wenn sie sich nicht an die zugewiesenen Rollen halten. Wie würde ein Raum aussehen, in dem diese [...]

Von | 24. Juni, 2018|

IMPRESSIONEN JAN MÖLLMER „TRY TO REMEMBER“

„Try to Remember“ von Jan Möllmer’s „Peculiar Man“ zu Gast in Krefeld Am Wochenende ging die Reihe "First and Further Steps" in der Krefelder Fabrik Heeder mit dem Gastspiel der Wuppertaler Compagnie PUCULIAR MAN und ihrer Produktion "Try to Remember" erfolgreich zu Ende. Das NRW Mittelzentrum Tanz hat damit einen konsequenten und guten Schritt vollzogen, indem die Macher dieser Festivalreihe, Dorothee Monderkamp und Jürgen Sauerland-Freer, das bisherige Format "First Steps" um die "nächsten" (further) Schritte der Choreographen erweitert haben, die noch am Beginn ihrer Karriere stehen. Für das Publikum ist dies ein Gewinn und für die Künstler sowieso, denn "alle Welt" will stets immer das "Neue" angeblich "Innovative" und neue, unbedingt junge Gesichter obendrein. Da fällt der Choreographennachwuchs schnell [...]

Von | 18. Juni, 2018|

Nicht eins sein – First and Further Steps

MIRA6 in Krefeld im Rahmen der Festivalreihe "First and Further Steps" ... das sehr besondere Solo „MIRA6_89°“ Eine Nachtkritik von Melanie Suchy (entstanden anlässlich der Uraufführung von MIRA6 in Köln im Kunsthaus Rhenania) Nicht eins sein Wo beginnt der Mensch, wo hört er auf? An seiner Haut, der Oberfläche, oder beim aufrechten Gang?  Bei der Erinnerung oder der Fähigkeit, sich selbst zu betrachten? Oder der Fähigkeit, das Selbst zu verlassen? Die Tanzperformance „MIRA6_89°“ kommt zwar mit dem klotzigen Untertitel „Ein Solo mit Gedächtnishüllen“ daher, ist aber viel feiner und vielfältiger, als er vermuten ließe. Das liegt zum großen Teil an dem Tänzer, Dong Uk Kim, der sich in der knappen Stunde immerzu verwandelt, nur im Gehen, im Schauen, in der [...]

Von | 7. Juni, 2018|

Impressionen Killer&Killer aus Krefeld

Einer tanzt aus der Reihe – Killer&Killer | Köln First and Further Steps Impressionen der Aufführung vom 17.05., Donnerstag, 20 Uhr, Studiobühne I Killer&Killer, Köln Konzept: Sophie Killer und Thalia Killer ● Choreographie und Darstellung: Sophie Killer ● Bühne und Kostüm: Thalia Killer Eine Reihe Puppen hängt von der Decke, regungslos, rätselhaft, eine gespenstische Szenerie. Bis eine der Figuren plötzlich zum Leben erwacht. Halb Clown, halb Marionette entdeckt sie nun ihre Umgebung, erforscht die Bewegungsmöglichkeiten ihres Körpers, läuft, tanzt. Durch einen unverhofften Nieser kommt die Sprache hinzu, Wortwitze, verdrehte Sprichwörter und krumme Sätze sprudeln nur so aus ihr heraus. Nur die anderen Puppen bleiben stumm, alle noch so verführerischen und verzweifelten Kontaktversuche laufen ins Leere. So bringt sie soziales [...]

Von | 20. Mai, 2018|

Die bitteren Ergebnisse einer Annäherung?

Killer & Killer: „Einer tanzt aus der Reihe“ beim Festival first & further Steps in der Fabrik Heeder in Krefeld Nachtkritik von Bettina Trouwborst Killer & Killer: "Einer tanzt aus der Reihe" - Lebensgroße, gesichtslose Puppen hängen im Halbrund über der Bühne. In düsteres Grau sind sie gekleidet. Düster ist auch das Licht, düster wummern monotone Sounds. Ein etwas gespenstisches, lebloses Szenario. Nicht ganz – eine „Puppe“, die über dem Hemd ein Jackett  und eine Fliege trägt, steht auf einem Podest. Mit dem Einsetzen des Lichts erkennt man ein menschliches Gesicht. Die irritierte Figur nutzt das Podest als Startblock und springt wie ein Schwimmer ins Leben hinein. Die Darstellerin kommt einem bekannt vor. Ein Déja-vu? Sophie Killer agierte schon [...]

Von | 18. Mai, 2018|

Junge Tanzszene NRW – First and Further Steps

Krefeld TANZT zeitgenössisch   5.Mai bis 16.Juni 2018        FIRST AND FURTHER STEPS heißt das Krefelder Format für die junge Tanzszene Nordrhein-Westfalens. Das Kulturbüro der Stadt Krefeld lädt dazu Produktionen junger Choreographinnen und Choreographen in die Fabrik Heeder ein, um aktuelle Strömungen und Entwicklungen der hiesigen freien Tanzszene vorzustellen. In diesem Jahr sind zur fünften Auflage der Reihe vom 5. Mai bis 16. Juni vier Compagnien eingeladen. FIRST AND FURTHER STEPS wird ermöglicht durch die Mittelzentrenförderung Tanz des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen für das Kulturzentrum Fabrik Heeder. FIRST AND FURTHER STEPS im Kulturzentrum Fabrik Heeder, Virchowstr. 130, 47805 Krefeld FIRST AND FURTHER STEPS heißt das Krefelder Format für die junge Tanzszene Nordrhein-Westfalens. Das Kulturbüro [...]

Von | 12. Mai, 2018|

Impressionen „Living Happily Ever After“

„first & further steps“ in Krefeld eröffnet KimchiBrot Connection Köln eröffnet die Reihe „first & further steps“ in der Fabrik Heeder in Krefeld mit „Living Happily Ever After“ Nachtkritik von Bettina Trouwborst Mit dieser Prinzessin stimmt etwas nicht. Ihr blaues Kleid, die glitzernden Pumps und das Diadem im Haar sind stilecht, doch sie bewegt sich steif wie eine Marionette. Die Worte, die sie mit dem Mund formt, kommen aus dem Off. Und ihr Prinz erst: hofiert sie nach ganz alter Schule hingebungsvoll mit übertriebener Mimik und Gestik. Die beiden „singen“ das Duett „Once upon a Dream“, Soundtrack von Walt Disneys Animationsfilm „Dornröschen“ von 1959. Die romantische Liebe, allerdings verzerrt zur Parodie, ist der Ausgangspunkt der Performance „living happily ever [...]

Von | 6. Mai, 2018|

„first & further steps“ in Krefeld eröffnet

KimchiBrot Connection Köln eröffnet die Reihe „first & further steps“ in der Fabrik Heeder in Krefeld mit "Living Happily Ever After" Nachtkritik von Bettina Trouwborst HIER GEHT ES ZU UNSEREN VIDEOIMPRESSIONEN Mit dieser Prinzessin stimmt etwas nicht. Ihr blaues Kleid, die glitzernden Pumps und das Diadem im Haar sind stilecht, doch sie bewegt sich steif wie eine Marionette. Die Worte, die sie mit dem Mund formt, kommen aus dem Off. Und ihr Prinz erst: hofiert sie nach ganz alter Schule hingebungsvoll mit übertriebener Mimik und Gestik. Die beiden „singen“ das Duett „Once upon a Dream“, Soundtrack von Walt Disneys Animationsfilm „Dornröschen“ von 1959. Die romantische Liebe, allerdings verzerrt zur Parodie, ist der Ausgangspunkt der Performance „living happily ever after“ [...]

Von | 6. Mai, 2018|

39. DUISBURGER AKZENTE | Kai Fobbe: Raster

39. Duisburger Akzente - Nie wieder Krieg 3.- bis 18.März 2018 Videoinstallation von Kai Fobbe - "RASTER" Eine Videoinstallation mit Tänzern / Konzept, künstlerische Realisation: Kai Fobbe | Projektion auf die Fassade der Kulturkirche Liebfrauen Im Fokus stehen Städte in Europa. Filme zeigen je 100 Orte einer Stadt und Tänzer, die die Koordinaten der Orte in ‚eigenwilliger‘ Gebärdensprache mitteilen. Das Raster ist eine Methode des Erfassens. Karthographen nutzen sie um Orientierung zu bieten, Fahnder, um Verdächtige zu finden. Kai Fobbe stellt mit RASTER die Methode des Erfassens in Frage: systematisch und graziös, spielerisch und gravitätisch. Die Projektion beginnt täglich mit Einbruch der Dunkelheit. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Förderung: NRW Kultursekretariat Wuppertal - http://www.nrw-kultur.de/de/home/#/ Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen   Mehr [...]

Von | 5. März, 2018|

DAS FESTIVAL MOVE! IST ZU ENDE GEGANGEN – EIN RÜCKBLICK

MOVE! - eine kleine Nachbesprechung von Klaus Dilger     Das Jahr ist beinahe schon Vergangenheit und Manches wird die Zeit überdauern, wenn auch mit unterschiedlicher Verfallsgeschwindigkeit. - Auch das Tanzjahr 2017 geht langsam zu Ende und in Krefeld wird dieses traditionell, schon seit 1994, mit dem Festival „MOVE! - Krefelder Tage für modernen Tanz“ beendet: Selten vielseitig ist es Heuer gewesen, was die Ensembles aus Nordrhein-Westfalen auf der grossen Bühne der Fabrik Heeder präsentiert haben, auch in der Qualität der Aufführungen, vor allem, was das diesjährige Gastland, die Niederlande, betrifft, denen auf noch zu klärende Weise die einstige Führungsrolle, neben Belgien, im zeitgenössischen und modernen Tanz der sogenannten „Freien Szene“ Europas abhanden gekommen zu sein scheint. Vieles spricht [...]

Von | 26. Dezember, 2017|

Bahorans Tanzsprache kann mehr als Hiphop

Shailesh Bahorans „Aghori“ zum Festival-Finale von „Move!“ Eine Nachtkritik von Bettina Trouwborst   Der Guru sitzt lange im Dunkeln. Der alte Mann hockt in seinem mönchskluftartigen Umhang am Boden, den Rücken zum Publikum, und blickt in den Nebel auf einen Hügel, der sich im Hintergrund abzeichnet. Es dauert ein Weilchen, bis sich auf der Anhöhe die schemenhaften Umrisse von Gestalten zeigen. Als es endlich hell wird, entpuppt sich der Berg als Schräge – für ein Hiphop-Ensemble die deutlich interessantere Spielwiese. Die mutmaßlichen Dynamiker allerdings hocken als blass geschminkte Ur-Menschen da, den Kopf tumb nach unten gerichtet. Ihre Oberkörper sind nackt, Bärte und Haare verfilzt. Die lautmalerische Klangcollage aus Knarzen, Klirren und anklingendem Hohngelächter passt vortrefflich zu diesem etwas unheimlichen [...]

Von | 26. November, 2017|

RÔNIN – MADE IN GERMANY

Takao Baba/E-Motion, Düsseldorf Videoimpressionen der Vorstellung vom 21.11. Dienstag ● 20 Uhr ● Studiobühne I Fabrik Heeder Choreographie: Takao Baba ● Performance: Takao Baba, Andrea Böge, Sefa Demirbas, Patrick Williams Seebacher und Rymon Zacharei In einer Performance zwischen House, Popping, Hip Hop, Tricking, Martial Arts und Zeitgenössischem Tanz gehen die fünf Tanzenden unterschiedlicher Herkunft der Frage nach der kulturellen Zugehörigkeit unserer Einwanderungsgesellschaft nach sowie dem Gefühl der Verbundenheit mit dem Land, in dem man lebt. Was macht es aus, japanisch oder türkisch zu sein, gleichzeitig aber auch deutsch? Welche Klischees sind in unseren Köpfen? Mit musikalischen und sprachlichen Zitaten von Kraftwerk, Wagner, Goethe und deutschem Schlager entwirft die Compagnie spielerisch ein eigenes Deutschlandbild, um ihre ganz persönliche Verortung in [...]

Von | 23. November, 2017|

RÔNIN – MADE IN GERMANY bei „MOVE!“

Takao Baba/E-Motion aus Düsseldorf zu Gast in der Fabrik Heeder beim "MOVE!" Festival Eine kurze Nachtkritik von Klaus Dilger   HIER GEHT ES ZU DEN VIDEOIMPRESSIONEN DER VORSTELLUNG Mit Takao Baba und der Gruppe E-Motion aus Düsseldorf gastierte ein Ensemble mit mutmaßlichem Potential, das noch lange nicht ausgeschöpft scheint, in der ausverkauften Bühne der Krefelder Fabrik Heeder und erntete hierfür reichlich Beifall des altersmäßig erfreulich gemischten Publikums. Reichlich Humor und schöne Bewegungsideen wurden bisweilen zugeschüttet von doch sehr entwicklungsfähigem "Umherschreiten" der guten Performer, deren Arm- und Rumpfbewegungen an manchen Stellen inhaltsleer anmuteten und den einzigen Zweck zu verfolgen schienen, Raum und Zeit um die jeweiligen Soloparts herum zu füllen, die gleichzeitig stattfanden. Das ist ebenso schade  wie unnötig und schwächt [...]

Von | 22. November, 2017|

DIE WELT SCHLÄFT NICHT MEHR SO GUT…

Fabien Priovilles „How do you fear“ bei Move!“ in der Fabrik Heeder Eine Nachtkritik von Bettina Trouwborst Furchterregende Schreie dringen durch die Dunkelheit. Als würde eine Frau geschlagen. Dann ein Wimmern, ein Kreischen, ein Glucksen. Als würde ein Gespenst gefoltert. Hinter einem schwarzen Vorhang huscht etwas hin und her, stößt aggressive Kampflaute aus. Ein bisschen gruselig beginnt Fabien Priovilles neues Tanzsolo „How do you fear“ schon. Kurz nach der Uraufführung im Tanzhaus NRW in Düsseldorf gastierte es beim  Festival für zeitgenössischem Tanz „Move!“ in der Krefelder Fabrik Heeder. Ur-Ängste vor dem Unbekannten in der Dunkelheit aus früher Kindheit regen sich, aber auch Erinnerungen an gute alte Hitchcock-Krimis. Doch Priovilles Tänzerin, die hinter der schwarzen Stoffbahn hervorkommt, ist selbst von [...]

Von | 17. November, 2017|

VIDEOIMPRESSIONEN: HOW DO YOU FEAR?

fabien prioville dance company, Düsseldorf gefilmt am 16.11. 2017 ● Studiobühne I Fabrik Heeder   Konzept: Fabien Prioville und Maren Zimmermann ● Choreographie: Fabien Prioville ● Tanz: Gesa Piper Fabien Prioville wendet sich mit dieser Produktion seiner Auseinandersetzung mit modernen Projektionstechnologien zu, ähnlich wie er es bereits in seinem international erfolgreichen Solo „Jailbreak Mind“ getan hat. Die Untersuchung von Angst als eine Technik der Macht und ihre direkten und indirekten Auswirkungen auf den individuellen und gesellschaftlichen Körper stehen dabei im Mittelpunkt. Ein weiterer Ausgangspunkt ist dabei die Auseinandersetzung mit der historischen Figur Jeanne d’Arcs und ihre aktuelle Vereinnahmung durch unterschiedliche politische Strömungen in Frankreich, vor allem durch den rechtspopulistischen Front National. Das neue Stück mit Premiere am 8. November [...]

Von | 17. November, 2017|

Kollektives Trance-Erlebnis statt ästhetischer Tanzkunst

Arno Schuitemakers „I will wait for you“ beim Festival „Move!“ in der Fabrik Heeder Eine Nachtkritik von Bettina Trouwborst Mondbewohner? Unterwassermenschen? Oder Disco-Besucher in Trance? Die im Dunkeln vage erkennbaren drei Tänzer, die eng beieinander stehen, wirken schwerelos. Ganz sanft schaukeln ihre Schultern, ihre Gliedmaßen, ihre Leiber – wie Federn in einer lauen Brise. Ein leises, tickendes Geräusch dagegen drängt vorwärts. Doch nur millimeterweise bewegt sich das Trio im Raum. Eine knappe Stunde wird es dauern, bis die Dunkelheit vollständig dem Licht gewichen ist und die Gesichter dieser Tänzer-Persönlichkeiten klar zu erkennen sind. Ja, auch so kann man den Titel deuten: „I will wait for you“ des niederländischen Choreografen Arno Schuitemaker erobert sich Millimeter für Millimeter, Sekunde für Sekunde [...]

Von | 11. November, 2017|

In seiner Originalität ein durchaus  imposanter Abend

Arno Schuitemakers „I will wait for you“ beim Festival „Move!“ in der Fabrik Heeder Eine kurze Nachtkritik von Bettina Trouwborst Mondbewohner? Unterwassermenschen? Oder Disco-Besucher in Trance? Die vagen Umrisse dreier Tänzer, die eng beieinander stehen, wirken schwerelos. Ganz sanft schaukeln ihre Schultern, ihre Gliedmaßen, ihre Leiber – wie Federn in einer lauen Brise. Ein leises, tickendes Geräusch dagegen drängt vorwärts. Doch nur millimeterweise bewegt sich das Trio im Raum. Eine knappe Stunde wird es dauern, bis die Dunkelheit vollständig dem Licht gewichen ist und die Gesichter dieser Tänzer-Persönlichkeiten klar zu erkennen sind. Ja, auch so kann man den Titel deuten: „I will wait for you“ des niederländischen Choreografen Arno Schuitemaker erobert sich Millimeter für Millimeter, Sekunde für Sekunde Raum [...]

Von | 10. November, 2017|

„Flüchten oder Standhalten?“ – AURORA’S REDLINES IN DER FABRIK HEEDER BEI „MOVE!“

Ein Tanzstück für die Alarmgesellschaft Tanzwerke Vaněk Preuß, Bonn   Nachtkritik von KLAUS KEIL (von der Premiere in der Brotfabrik Bonn am 22.06.2017)   Was ist Rot? Schon klar, eine Farbe. Aber Rot ist mehr. Rot hat immer schon und in allen Kulturen auch eine symbolische Bedeutung, die bis in den Alltag hinein reicht und sich dort mit der realen Bedeutung vermischt. So steht Rot für Energie, Leidenschaft und Liebe (rote Rosen), wird aber auch als Rotlicht ganz praktisch zu Heilzwecken verwendet. Doch Rot schafft auch negative Assoziationen. Da sieht jemand Rot oder jemand wird rot vor Wut. Rot signalisiert Gefahr. Die reicht bis zum berühmten Roten Knopf, der, einmal gedrückt, die Apokalypse der Menschheit hervorrufen kann. Damit es nicht [...]

Von | 28. Oktober, 2017|

not to be hold, not to be saved…

Gala Moody and Michael Carter succeed with "THE VASE" in Krefeld nightreview by Nicole Strecker translated by Veronica Posth   The woman is not to be hold, not to be saved. Medea, the most brutal, most invincible heroine of the Greek myth world, mother and monster, lamentable victim and incomprehensibly vindictive perpetrator. In 2014 the dancer Gala Moody embodied the Medea in Wim Vandekeybus' production "Booty Looting", and it's clear to understand that this woman, elemental force of the present-day and radical 'border-breaker' of the love-idea, doesn't let go. A year later, Moody and her partner Michael Carter, developed "The Vase" which is a piece about a couple in permanent mode of eternal power-struggle, like Medea and her husband [...]

Von | 25. Oktober, 2017|

… a concentrate of meditative calm and dance poetry!

„Musiques et Mots pour Emmanuel“ at Festival „Move!“ in Krefeld nightreview by Bettina Trouwborst translated by Veronica Posth   With Raimund Hoghe, the festival 'Move!' 16th Krefeld Days for Modern Dance, hosts a prominent choreographer of the free scene. Hoghe lives in Düsseldorf and Paris. In France the melancholic master of danced minimalism has been celebrated as a star for decades. Since he received the top promotion of the country in NRW - five years ago - the 1.54 meter small dance artist, author, filmmaker and former dramaturge of Pina Bausch and his works are delightedly shown. At the Heeder Factory, he shows "Musiques et Mots pour Emmanuel", a tribute to the French dancer Emmanuel Eggermont on the occasion [...]

Von | 24. Oktober, 2017|

Heißkalter Liebeskampf

„The Vase“ von Cie. Ofen beim Festival Move! in Krefeld Von Nicole Strecker Die Frau ist nicht zu halten, nicht zu retten. Medea, die brutalste, unbezwingbarste Heroine der griechischen Mythenwelt, Mutter und Monster, beklagenswertes Opfer und unfassbar rachsüchtige Täterin. 2014 gab die Tänzerin Gala Moody die Medea in Wim Vandekeybus' Produktion „Booty Looting“, und man kann gut verstehen, dass diese so urgewaltig-heutige Frau, ihr grenzensprengend-radikaler Liebesbegriff sie nicht losgelassen hat. Ein Jahr später entwickelten Moody und ihr Partner Michael Carter „The Vase“: Ein Stück über ein Paar im ewigen Machtkampf-Modus wie einst Medea und ihr Gatte Jason. Wer manipuliert hier wen? Moody und Carter gelingt es großartig, das emotionale Kräftemessen zwischen Mann und Frau klischeefrei, weil mit heißkaltem Kalkül [...]

Von | 22. Oktober, 2017|

Konzentrat meditativer Ruhe und tänzerischer Poesie

„Musiques et Mots pour Emmanuel“ beim Festival „Move!“ in der Fabrik Heeder Nachtkritik von Bettina Trouwborst Mit Raimund Hoghe gastierte bei dem Festival „Move! 16. Krefelder Tage für modernen Tanz“ ein prominenter Choreograf der freien Szene. Hoghe lebt in Düsseldorf und Paris. In Frankreich wird der melancholische Meister des getanzten Minimalismus' seit Jahrzehnten als Star gefeiert. Seit er in NRW die Spitzenförderung des Landes erhält – also seit fünf Jahren –, sieht man den 1,54 Meter kleinen Tanzkünstler, Autor, Filmemacher und ehemaligen Dramaturgen von Pina Bausch und sein Werk erfreulicherweise häufiger. In der Fabrik Heeder zeigte er jetzt „Musiques et Mots pour Emmanuel“, eine Hommage an den französischen Tänzer Emmanuel Eggermont anlässlich ihrer zehnjährigen Zusammenarbeit. Das Tanzstück, uraufgeführt 2016 [...]

Von | 21. Oktober, 2017|

IMPRESSIONEN VON „BUILT FOR IT“

VIDEOIMPRESSIONEN DER ERÖFFNUNGSPERFORMANCE DES 16. "MOVE!" FESTIVALS -BUILT FOR IT - BackBone/Alida Dors, Amsterdam BUILT FOR IT 14.10. Samstag ● 20 Uhr ● Studiobühne I – Fabrik Heeder   Choreographie: Alida Dors ● Tanz: Pom Arnold, Bilal Bachir, Donna Chittick, Angelo Pardo, Angeelo Lindeborg, Liza Panjoel und Joek Tijsen ● Spoken word: Typhoon Am Anfang steht der Hip Hop. Sein Rhythmus, seine Wut und seine Kraft. Von dort aus entwickelt sich die tänzerische Arbeit von Alida Dors und ihrer Compagnie BackBone und trifft auf zeitgenössische Elemente sowie ein außergewöhnliches Kostümbild. Es entsteht eine kraftvolle Collage aus urbanem Tanz und Musik über Hoffnung und das Streben nach der eigenen Stimme. Dabei sucht Dors immer wieder nach neuen, ungewohnten Ausdrucksformen. „Built [...]

Von | 16. Oktober, 2017|

DAS KREFELDER „MOVE!“ FESTIVAL IST ERÖFFNET

Compagnie BackBone/Alida Dors aus Amsterdam mit ihrer Produktion BUILT FOR IT Ein Nachtkommentar von Klaus Dilger Mit interessanten und sensiblen Redebeiträgen, die Gesellschaft, Politik und Kunst gleichermaßen berührten, eröffneten Festivalleiter Jürgen Sauerland-Freer, Dr. Hildegard Kaluza vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW und Prof. Dr. Hans-Joachim Wagner von der Kunststiftung NRW das 16. Festival für zeitgenössischen Tanz "MOVE!" in der Krefelder Fabrik Heeder. Neben Werken von Choreografen aus NRW präsentiert "MOVE!" in den kommenden Wochen auch Arbeiten aus einem weiteren, zumeist europäischen Gastland,  in diesem Jahr aus den Niederlanden. Hieraus resultierte für die Compagnie BackBone/Alida Dors aus Amsterdam mit ihrer Produktion BUILT FOR IT das Privileg der Eröffnung und sie zeigte, wie sich mit minimalsten choreografischen Mitteln und Ideen und ebensolchem Vokabular [...]

Von | 14. Oktober, 2017|