89° – ein Solo mit Gedächtnishüllen

MIRA6, Köln

89° – ein Solo mit Gedächtnishüllen

Eine interaktive Tanzperformance

07.06., Donnerstag, 20 Uhr, Studiobühne I

19.30 Uhr Einführung durch den Kulturjournalisten René Linke

 

Künstlerische Leitung, Regie und Choreographie: Julia Riera ● Tanz: Dong UK Kim ● Musik und Regie: Philip Mancarella ● Licht: Wolfgang Pütz

….Wo beginnt der Mensch, wo hört er auf? An seiner Haut, der Oberfäche, oder beim aufrechten Gang? Bei der Erinnerung oder der Fähigkeit, sich selbst zu betrachten? Oder der Fähigkeit, das Selbst zu verlassen? ….( Melanie Suchy)

In „89°“ verbindet MIRA innere und äußere, sichtbare und ahnbare Räume des Menschseins in einer Installation aus fragmentierten plastischen Körperteilen. Hüllen – eingeschweißt für die Ewigkeit – zeigen Abdrücke einer flüchtigen Bewegung, eines vergänglichen Moments. Sie sind Erinnerungsorte, Verbindungstore, Gedächtnishüllen zwischen dem unmittelbaren Moment, dem „Jetzt“, und unterschiedlichen Zeitfenstern, davor, danach, dazwischen.

„89° vereint Objektkunst, Liveperformance und Soundinstallation sowie sensorische Prozesse zu einem interdisziplinärem Wagnis- und Erfahrungsraum. Wie kommuniziert der Performer in diesem geschaffenen Raumkonzept?

Die Objekte der Installation basieren auf einer Idee von Julia Franken und Julia Riera während der Recherchephase Plastic Surgery 2016, gefördert von der SK Stiftung Kultur.

„…Selten erlebt man ein so raffiniertes Dialogisieren auf Augenhöhe zwischen Tanz und Musik. Ausdrucksstark wird hier gearbeitet, so dass dem Publikum letztlich das besondere Erlebnis einer Performance beschert wird, die eine Vorstellung von der archaischen Tiefe menschlicher Bewegung gibt.“ Thomas Linden/ Kölner Rundschau 24.10.2017

MIRA entwickelt vielschichtige Inszenierungen von hoher Sensibilität und intensiver Bildsprache. Das Innen und Außen wird in den Dialog gebracht, es wird sichtbar, was unter die Haut geht, und spürbar, was nicht fassbar ist. Experimentell und feinfühlig lotet MIRA Grenzen aus – ob imaginär oder räumlich, zwischen den Genres, persönlich und zwischenmenschlich. Julia Rieras wacher Blick dringt in existenzielle seelische und körperliche Untiefen. So erzeugt MIRA durch Tanz eine Realität des Augenblicks, die uns alle verbindet.

MIRA wurde von der Choreographin und Tänzerin Julia Riera und der Kamerafrau und Medienkünstlerin Julia Franken gegründet (Zusammenarbeit 2009 – 2016). Festes Mitglied der Gruppe ist seit 2011 an der Komponist Philip Mancarella. Für Dong UK Kim ist es die zweite Produktion mit MIRA.                                                         www.mira-performance.de

Die Produktion wurde durch das Kulturamt der Stadt Köln und die Bezirksregierung Köln gefördert.

 

Eintritt: 11,- € /erm. 6,- €

 

Von | 2018-06-21T08:13:20+00:00 4. Juni, 2018|