CocoonDance: GHOST TRIO B – corps multiples jetzt in Bonn

Video-Impressionen

CocoonDance – Deutschlandpremiere

25. – 27.Januar Theater im Ballsaal Bonn

Deutschlandpremiere 19. Januar 2018, 20 Uhr, Ringlokschuppen, Mülheim an der Ruhr

Weitere Performances in Mülheim an der Ruhr: 20. Januar 2018, 20 Uhr, Ringlokschuppen, Mülheim an der Ruhr
Performances in Bonn: 25./26./27. Januar und 1./2./3. Februar 2018 jeweils 20 Uhr, theaterimballsaal, Bonn
Eintritt: 14 Euro, ermäßigt 9 Euro
Tickets: theaterimballsaal: Tel 0228.797901, www.theater-im-ballsaal.de oder über www.bonnticket.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen bzw. www.ringlokschuppen.ruhr/service/tickets-kaufen

Bist Du da, auch wenn ich Dich nicht sehe? Nicht höre? Nicht spüre? GHOST TRIO B, die neue Performance der CocoonDance Company um die Choreografin Rafaële Giovanola, spielt auf raffinierte Weise mit der Wahrnehmung der Zuschauer*innen, mit den Dimensionen von Raum, Zeit und Klang. Die An- und Abwesenheit der Handelnden scheint immer gleichzeitig möglich. Die entstehenden Leerstellen und Zwischenwelten sind die Räume der Gespenster… Inspiriert von Beethovens Klaviertrio D-Dur, dem sogenannten Geistertrio, und Samuel Becketts Fernsehspiel Ghost Trio nähern sich sechs Tänzer dem unvermittelt Erscheinenden, dem nur schemenhaft Sichtbaren und Rätselhaft-Fremden an.

Die Zuschauer finden sich auf Augenhöhe mit den Gespenstern, auf Du und Du mit ihnen. Sie sind substanziell gleiche Seelen der gleichen Sphäre, in der es keine Unterscheidung und Kommunikation zwischen einzelnen gibt. Der Untertitel „corps multiples“ steht nicht nur für die Formel zwei Mal drei Tänzer, sondern meint genauso die Zuschauer, die Gemeinde aller Seelen.

„GHOST TRIO B – corps multiples” knüpft als komplett eigenständige Produktion an „GHOST TRIO A – corps furtifs” an, das am 15. September im Rahmen des Beethovenfests Bonn uraufgeführt wurde und von der Presse als „ein tief beeindruckender Abend …“ (Bernhard Hartmann, General-Anzeiger, 18.09.2017), „… rätselhaft und faszinierend zugleich.“ (Jürgen Bieler, Bonner Rundschau, 18.09.2017) beschrieben wurde. Drehte sich in GHOST TRIO A alles um das Bild der Körperlichkeit, die sich aufzulösen schien, um dann unvermittelt mit neuen Bewegungen und einer neuen Idee von Leben wieder aufzutauchen, so sucht GHOST TRIO B nach Unmittelbarkeit und Anziehung im Bezug zu den Zuschauern. Die Erfahrung unserer gespenstischen Körper als reine Medien, als bloße Form, zielt auf die Loslösung des Körpers aus der Vorgängigkeit von Geschichten. Keine Intrige bestimmt oder motiviert das Verhalten, die Geste selbst verwickelt den Körper, den eigenen und den anderen, in eine Intrige.

Von und mit: Fa-Hsuan Chen, Martina De Dominicis, Álvaro Esteban, Daniel Morales/ András Déri, Werner Nigg, Susanne Schneider // Choreografie: Rafaële Giovanola // Choreografische Assisten: Leonardo Rodrigues // Musik: Franco Mento // Musikalische Beratung: Jörg Ritzenhoff // Raum und Lichtgestaltung: Boris Kahnert // Kostüme: Annika Ley // Outside eye: Roberto Fratini Serafide // Dramaturgie: Rainald Endraß

 

Von | 2018-02-07T05:33:31+00:00 9. Januar, 2018|