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„GHOST TRIO B – corps multiples“ im Ballsaal Bonn

Cocoondance zeigt  „Ghost Trio B – corps multiples“ erneut am 11. und 12.Mai, sowie vom 7. bis 9.Juni jeweils um 20 Uhr im Theater im Ballsaal Bonn

Hier unsere  Nachtkritik von Bettina Trouwborst anlässlich der Uraufführung in Mülheim

Gespenstische Bedrohung oder Party-Spaß? Zig Augenpaare blicken einem aus Sehschlitzen beim Betreten des dunklen, verwinkelten Bühnenraums entgegen. Man denkt sofort an den rassistischen Ku-Klux-Klan, aber eben auch an lustige Geister. Am Eingang der Bühne im Ringlokschuppen in Mülheim bekommt jeder Zuschauer eine Kissenhülle mit Sehschlitzen. Jeweils zu dritt tritt man ein, so dass sich der Raum langsam füllt. Die meisten Besucher gehen mit der Stoff-Maske über dem Kopf herum, suchen Orientierung zwischen den schwarzen Trenn-Vorhängen. Andere stehen da und warten darauf, dass etwas passiert.

Dabei spielt sich das eigentliche Event im Kopf ab. Wieder einmal sprengt das freie Bonner Tanzensemble CocoonDance das konventionelle Bühnenerlebnis – nicht nur, was den Raum betrifft (was im zeitgenössischem Tanz ja schon fast normal ist). Choreografin Rafaële Giovanola spielt in „Ghost Trio B – corps multiples“, das nach der Uraufführung in der Schweiz seine deutsche Erstaufführung in Mülheim an der Ruhr erlebte, wieder raffiniert mit der Wahrnehmung.