First & Further Steps in Krefeld

(Video-)Impressionen SOLOEDITION’26

Sieben Soli von Absolventinnen und Absolventen der Hochschule für Musik und Tanz Köln, dem Zentrum für Zeitgenössischen Tanz, in der Krefelder Fabrik Heeder zum Abschluss der diesjährigen Ausgabe des Nachwuchsfestivals

Zum 13.Mal  lädt FIRST & FURTHER STEPS des Kulturbüro der Stadt Krefeld dazu ein, den Nachwuchs in und aus NRW zu entdecken und manchmal auch in seinen Entwicklungen zu begleiten.
Verbindendes Motto im weitesten Sinne der gezeigten Performances, war die Verhandlung der / des Körpers und das Selbst in Beziehung zwischen Abgrenzung und Verbundenheit. Was trennt, prägt, verbindet uns?

Den Abschluss hierbei bildeten die Soloarbeiten von Maria Arenas Romero, Clara Böhm, Paula Castelli, Kevkev, Nadine Kribbe, Lena Luisa Röthlisberger, Jona Bo Schlotbohm, allesamt Absolventinnen und Absolventen der Kölner Hochschule für Musik und Tanz | Zentrum für Zeitgenössischen Tanz unter der Leitung von Vera Sander.

Sieben sehr unterschiedliche Beiträge, auch in den Themen und der Qualität der Ausführung und Erarbeitung. Hier sind unsere Videoimpressionen der einzelnen Stücke, zusammengefasst in einem Gesamtbeitrag.

Anliegen und Aufgabenstellung vermittelt das kleine Programmheft folgendermaßen:

Das Zentrum für Zeitgenössischen Tanz an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bildet innerhalb der Zeitgenössischen Tanzlandschaft einen zentralen Ort für Tanz und Tanzforschung. Die Studiengänge verbinden tanzkünstlerische Praxis, Vermittlung und kritische Reflektion schaffen damit ein Umfeld, in dem künstlerisches Arbeiten als forschender Prozess begriffen wird.

Im Bachelor of Arts (BA) Tanz entwickeln die Studierenden eigenständige künstlerische Positionen, die im zeitgenössischen Diskurs verortet sind. Die Ausbildung legt einen Schwerpunkt auf verkörperte Forschung, kompositorisches Denken sowie auf ein Bewusstsein für soziale, politische und relationale Dimensionen von Tanz. Neben technischen Fähigkeiten legt das Studienprogramm auch Wert darauf, Experimentierbereitschaft, Wahrnehmungsvermögen und Verantwortlichkeit in künstlerischen Entscheidungsprozessen zu vermitteln.

SOLOEDITION’26 präsentiert Arbeiten von sieben Studierenden des Abschlussjahrgangs. Die Choreografien entstanden aus einer intensiven Phase praxisbasierter künstlerischer Recherche und setzen sich mit persönlichen wie gesellschaftlich eingeschriebenen Erfahrungen auseinander. Körper werden dabei zu Orten von Erinnerung, Zuschreibung, Widerstand und Transformation. Die Soli bewegen sich zwischen Intimität und Öffentlichkeit, zwischen Verletzlichkeit und Behauptung. Sie verhandeln Fragen von Identität, Körperbildern, Begehren, Fürsorge, Schmerz und Heilung ebenso wie Prozesse des Sich-Entziehens, des Suchens und des Werdens. Widersprüchliche Erfahrungen, Uneindeutiges und Ambivalentes wird in den choreografischen Arbeiten erforscht, Zustände und Beziehungen sichtbar gemacht.