Eines darf jetzt schon behauptet werden: in diesem einzigartigen Umfeld der ehemaligen Zeche Zollverein ist sie grossartig aufgehoben

 

ein Kommentar von Klaus Dilger

 

Mit grossen Paukenschlägen wurde die 14. Ausgabe der Tanzplattform Deutschland gestern in Essen eröffnet. Die Rede ist von Dirk Rothbrust von der Musikfabrik Köln, der, wie Festivalleiter Stefan Hilterhaus launisch bemerkte, an der Auswahljury vorbei, den vierzehnten choreographischen Beitrag der Tanzplattform darstellt. Bleibt in den kommenden vier Tagen mit Spannung zu entdecken, ob die dreizehn offiziellen Beiträge ebenso exzellent und beeindruckend dargeboten werden und sind, wie seine Interpretation und das Werk von Iannis Xenakis „Rebonds“.

Kein Zweifel, das lässt sich jetzt schon behaupten, die Tanzplattform in Essen ist ein Grossereignis in der deutschen Tanzwelt, eine Herausforderung für jeden Veranstalter und wie es scheint, in diesem einzigartigen Umfeld der ehemaligen Zeche Zollverein grossartig aufgehoben.

Eine Ahnung dessen, was solch eine Kulturlandschaft an Visionen und Imagination freisetzen kann, lieferte Festivalleiter Stefan Hilterhaus in seiner Eröffnungsrede. Er überflutete, löste einfach auf, was sich an, teilweise auch engen Perspektiven, Grenzen, Blickwinkeln und sogar Hohlräumen, in einer der Vorreden für manchen der Zuhörern aufgetan haben mag, besonders wenn sie selbst Künstler sind.

Nicht einmal verwendete Hilterhaus, ebenso wie sein Vorredner Martin Eifel vom Staatsministerium für Kultur und Medien des Bundes, den Begriff „Tanzland NRW“, der nicht nur an diesem Abend so fleissig behauptet und strapaziert wurde und der, so Staatssekretär Klaus Kaiser in seinem Beitrag zur Eröffnung, immerhin in den kommenden Jahren von der neuen Landesregierung „unterstrichen werden soll“. Besser wäre es natürlich, er würde denn tatsächlich umgesetzt und so mit „Leben“ erfüllt, dass die Tanzkünstler von ihrer Kunst in diesem Land leben und sie zeigen können. Aber das wird sich in den kommenden Wochen zeigen.-

Zurück zu Visionen! und diese gibt es hoffentlich schon ab heute vielfältig und vier Tage lang zu erleben und zu teilen. Seien Sie dabei und wenn Sie nicht können, folgen Sie uns auf TANZweb.org in unseren Tagesberichten von der Deutschen Tanzplattform 2018.

 

Von |2018-03-15T10:10:37+01:0015. März, 2018|

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