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:XXTANZTHEATER BIBIANA JIMENEZ

DAS EXXPERIMENT  SKIZZEN EINER NEUEN GEMEINSCHAFT

FREITAG, 30. MAI |20H| PREMIERE – Theater der Keller in der TanzFaktur Köln
Weitere Vorstellungen: FREITAG, 19. JUNI |20H| SAMSTAG, 20. JUNI |20H|


“Meine Auffassung von Kunst ist, dass sie ein Gleichnis des Lebens bildet, dass allen Künsten gemeinsam die Ordnung ist.” Marta Hegemann

In den 1920er Jahren nahm die „Neue Frau“ kämpferisch und selbstbestimmt ihr Leben in die Hand. Sie verkörperte nicht nur den Unabhängigkeitsgedanken der Frauenbewegung, sondern galt als Idealbild einer ganzen Generation von Frauen. Die 1920er waren auch die Zeit der avantgardistischen Künstlergruppe „Kölner Progressive“. Dabei war eine der zentralen weiblichen Figuren die Künstlerin Marta Hegemann (1894-1970): Frauenfiguren und Tänzerinnen waren ihr Lieblingssujet. Sie schuf mit ihren Bildern eine wohltuende Gegenwelt, die anachronistischen Genderstereotypen trotzte. Mit Einzug der Nationalsozialismus war Hegemanns Malerinnen-Karriere beendet. Ihre Kunst wurde als „entartet“ bezeichnet und aus den Museen verbannt.

Wohin verändert sich die Welt? – Auch vor 100 Jahren, nach dem 1. Weltkrieg, stand man vor dieser Frage. Künstler suchten Antworten. Marta Hegemann war eine von ihnen. Die Malerin gehörte zu den “Kölner Progressiven”, die die Vision einer sozial gerechten Gesellschaft entwickelten. Bibiana Jimenez’ neues Tanzstück ist inspiriert von Hegemanns Leben, ihrer Isolation als Künstlerin in einer Männergesellschaft, ihrer Darstellung von Frauen, die aus einer etablierten Welt ausbrechen. Zwei Frauen tanzen isoliert voneinander und skizzieren neue Formen der Gemeinschaft. Damals wie heute (jetzt durch Corona bestärkt) war Kunst ein Drahtseilakt, ein Überlebenskampf. Bibiana Jimenez hat eine ‘coronataugliche’ Version des Stücks erarbeitet.

Konzept / Choreographie / Ausstattung: Bibiana Jimenez – Tanz: Daniela Riebesam, Florencia Martina – Stimme: Valeria Risi – Dramaturgie: Barbara Kastner – Assistenz: Valeria Risi

XX-TanzTheater verbindet unter der Leitung von Bibiana Jiménez interdisziplinär und experimentell Frauenbiografien, heutige gesellschaftspolitische Entwicklungen und historische Fakten. Die Choreographien erfassen das Emotionale einer Situation, die Gefühle einer Figur in der Bewegung. Letztes Projekt war „Bubbles – jenseits der Meinung“ in Kooperation mit dem Wallraf-Richartz-Museum/ Fundation Corboud und dem Mapuka Museum Universidad del Norte, Kolumbien. Mit ihren Choreographien “XX” Fortuna (Teil 1 der XX-Trilogie, Tanztheater auf den Spuren der weiblichen Seite Kölns (2016-18) in  2016 und mit „I am Farkhunda“ in 2017, wurde sie für den Kölner Tanztheaterpreis nominiert.

Gefördert durch: Kunststiftung NRW