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paraproximity

paraproximity kommt nahe. Über die Haut, das Gehör und den Blick. Zwei Tänzerinnen, eine Objektkünstlerin und ein Soundkünstler fügen dem öffentlichen Raum Möglichkeiten von Nähe und Entspannung hinzu. Wie und wo lassen wir Intimität und Ruhe zu? Eine Versuchsanordnung mit Körpern, Klang, Material und Stadt.

Premiere  Mittwoch, 04.09.2019 | 18.30 Uhr – Chlodwigplatz, Köln Südstadt – Weitere Vorstellungen Sonntag, 08.09.2019 | 15.30 Uhr Chlodwigplatz, Köln Südstadt Samstag, 14.09.2019 | 18.30 Uhr Kalk Post, Köln Kalk –

ZUM STÜCK

paraproximity interagiert innovativ an der Schnittstelle von Performance, Sound, Material und öffentlichem Raum. Das künstlerische Team entwickelt performative und multisensorische Interventionen, die den öffentlichen Raum zu seinem Umgang mit Intimität, Geborgenheit und Ruhe befragen.

paraproximity ist eine Fortführung der 2018 entstandenen Arbeit PARASYMPATHIKUS und entwickelt ein Grundanliegen der Künstlerinnen Döring und Herrlein weiter: Unser ambivalenter Umgang mit Zuständen des Leerlaufs, der Entspannung und körperlichen Einflüssen, die diese Zustände fördern und ermöglichen.

Für den privaten Gebrauch existiert ein wachsendes Angebot an Methoden, die auf synthetischer Ebene zur Erzeugung von Entspannung, Erholung und dem Gefühl wohltuender Intimität beitragen: „ASMR Videos“ auf Youtube machen ihren Zuschauer*innen angenehme Berührungen mit diversen Materialien so sicht- und hörbar, dass sie wie ein intimes Ins-Ohr-Flüstern wirken. Die App „Endel“ nutzt individuelle Googlehealth Daten, um personalisierte Musiktracks zu erstellen, die Fokussierung, Ruhe oder Schlaf unterstützen. Im Kontrast dazu bleiben solche Qualitäten in der alltäglichen Öffentlichkeit und alltäglichen Zwischenmenschlichkeit meist Randerscheinungen, die, wenn sie sichtbar werden, als irritierende Entgleisung oder als Notfall gelesen werden.

Vor diesem Hintergrund werden Aspekte synthetischer Entspannungsmethoden mit konkreter physischer Nähe kombiniert und gezielt im öffentlichen Raum platziert. Nähe zwischen Körpern, von Körpern zu ihrem Umraum und zu speziell entworfenen Objekten, die Rückzug und Entspannung erlauben. Auf akustischer Ebene wird zugleich die Möglichkeit eröffnet in Sphären des Geschehens einzutauchen, als Zoom-In oder als Zoom-Out.

“Para” bedeutet neben und “Proximity” bedeutet Nähe. Eine Nebennähe die ihre Wirkung nicht eindeutig zuordnet. Sie taucht auf, wird sicht- und erlebbar, man wird ihr Zeuge und ihre Resonanz liegt in einem selbst.

CREDITS

Konzept und Performance Jennifer Döring und Philine Herrlein – Objekt- und Kostümdesign Elisa Metz – Musikkomposition Axel Pulgar –Dramaturgische Beratung Anna-Carolin Weber

Gefördert durch Kulturamt der Stadt Köln | NRW KULTURsekretariat | Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW | NRW Landesbüro freie darstellende Künste – Mit Dank an Freihandelszone Köln | ON neue Musik | Kulturamt der Stadt Neuss | TANZRAUM NEUSS

Freier Eintritt | 10 € Pfand für Kopfhörer – Kopfhörerreservierungen können über paraproximity@web.de angenommen werden. –Wetterbedingte Änderungen werden auf www.paraproximity.com bekannt gegeben.

paraproximity©-elisa-metz

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